29.6.2026 (ca)
Am 28. Juni 2026 endete die öffentliche Beteiligung für den ersten Entwurf des Nationalen Wiederherstellungsplan (NWP). Der Deutsche Alpenverein (DAV) hat sich mit Kommentierungen, Forderungen und einem offenen Brief an Bundesumweltminister Carsten Schneider eingebracht. Noch vorhandene Lücken müssen schnellstens geschlossen und offene Fragen beantwortet werden, damit die Wiederherstellungsverordnung (WVO) ihr volles Potenzial entfalten kann.
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„Die Wiederherstellungsverordnung bietet eine unvergleichliche Chance, ehemals wertvolle Lebensräume zu renaturieren und so der Biodiversitätskrise wirkungsvoll entgegenzutreten und zu einer natürlichen Klimaanpassung beizutragen“, erklärt Steffen Reich, Ressortleiter Naturschutz beim DAV, der mit seinem Team die über tausend Seiten des Nationalen Wiederherstellungsplans bewertet hat. Mit dem Nationalen Wiederherstellungsplan wird der europäische Rahmen der WVO auf nationale Ebene übersetzt. Das ist ein wichtiger Schritt - aus Sicht des DAV bleiben allerdings noch gravierende Lücken. „Wir fordern, dass der Wiederherstellungsplan viel konkreter werden muss – die ungeklärte Finanzierung darf das nicht verzögern!“, so DAV-Vizepräsident Wolfgang Arnoldt. Die Forderungen des DAV umfassen daher unter anderem die Konkretisierung der Projektgebiete und eine stärkere Berücksichtigung des Alpenraums, untermauert mit Maßnahmen und messbaren Wiederherstellungszielen. Entscheidend ist, dass die Europäische Union die notwendigen Wiederherstellungsmaßnahmen mit entsprechenden finanziellen Mitteln unterstützt. Investitionen, die sich lohnen: Laut Berechnungen des Institute for European Environmental Policy zahlt sich jeder in die Wiederherstellung investierte Euro 8-fach wieder aus.
Weitere Informationen unter:
https://www.alpenverein.de/verband/presse/pressemeldungen/chance-fuer-die-natur-dav-fordert-nachbesserungen-im-wiederherstellungsplan/