28.4.2026 (ca)
Wie wir unlängst berichtet haben, wurde zu Beginn der Bauleitplanung zum Neubau der Universitätsklinik Augsburg eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung der Stadt Augsburg abgehalten, die allerdings offenbarte, dass keineswegs eine erforderliche ergebnisoffene Standortprüfung stattfinden wird (vgl. nochmals unsere untenstehende Aktuelle Meldung „Nachlese Informationsveranstaltung zur Bauleitplanung Uniklinik vom 23.3.2026“ vom 27.3.2026). Nun gab es vor kurzem weitere Informationsveranstaltungen für die Gremien der vom Neubau stark betroffenen Anliegerkommunen Neusäß und Stadtbergen. Darüber berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung wie folgt:
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Im AZ-Beitrag „Diese Auswirkungen könnte der Neubau der Uniklinik auf die Stadt Neusäß haben“ (vom 24.4.2026, Ausgabe-Nr. 91, Augsburg-Land S. 31) kann man lesen: „Wie nahe wird der Neubau der Uniklinik an den Neusässer Stadtteil Westheim heranrücken und welche Folgen wird der Neubau auf den Straßen rund um Neusäß haben? Das waren zwei der zentralen Fragen, die die Neusässer Stadträte und Stadträtinnen auf der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses stellten. Adressiert waren sie an die Vertreter und eine Vertreterin der Uniklinik, der Stadt Augsburg und des Staatlichen Bauamts, die im Rahmen des Verfahrens zur Bauleitplanung ins Neusässer Rathaus gekommen waren. Während der Vorsitzende der Ärztlichen Direktion der Uniklinik, Klaus Markstaller, an ein gemeinsames, politisches Signal aus der Region in Richtung München appellierte, blieb Bürgermeister Richard Greiner davon unbeeindruckt: Wenn man das wolle, solle man auch gleichberechtigt behandelt werden, so seine Ansicht. […] „Wir möchten einfach viel, viel besser beteiligt werden“, so der Neusässer Bürgermeister, nachdem das Team aus Augsburg den jetzigen Stand der Planungen vorgestellt hatte. „Nicht, um das zu torpedieren“, sondern um die Folgen für die eigene Stadt besser einschätzen und fachgerecht reagieren zu können - und im besten Fall sogar Verbesserungen zu erreichen. Bisher habe man den Eindruck, die Diskussion drehe sich nur um naturschutzrechtliche Fragen wie den Erhalt des Patientenparks und um verbleibende Grünachsen. Beim Thema Verkehr sehe man auf den Präsentationen zwar immer wieder bestimmte Pfeile, die den angedachten Verkehrsverlauf aufzeigen sollen. Doch wie stark etwa der Kreisverkehr an der Kobelkreuzung jetzt schon belastet sei, das scheine in den Planungen keine Rolle zu spielen. […] Doch aus Neusässer Sicht gebe es eben ganz klare Fragen. Etwa jene, warum der Bau möglicherweise so nah an den Kobelhang heranrücken müsse. Aktuell sieht die Bauleitplanung ein mögliches Baufeld vor, das einen Neubau in Nord-Süd-Ausrichtung westlich des heutigen Klinikumsbaus und dem Medizincampus möglich macht, aber auch eine West-Ost-Verlängerung des bestehenden Klinikums. […] Bis zum 8. Mai muss die Stellungnahme der Stadt Neusäß bei der Stadt Augsburg eingegangen sein. Auf der nächsten Stadtratssitzung am 28. April soll sie beschlossen werden. Bis dahin könnten sich auch Bürger und Bürgerinnen der Stadt Neusäß noch in der Verwaltung mit ihren Anliegen melden, so der Bürgermeister. […]“
Den gesamten Beitrag online lesen unter:
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/uniklinik-neubau-neusaess-diskutiert-standort-verkehr-und-laermschutz-114040879
Und im AZ-Beitrag „Wie steht Stadtbergen zum Neubau der Uniklinik?“ (vom 27.4.2026, Ausgabe-Nr. 96, Augsburg-Land S. 30) erfährt man: „[…] Annette Bubmann vom Staatlichen Bauamt erklärte, warum der im Westen liegende Klinikpark für den Neubau weichen soll. Sie ging davon aus, dass das Projekt, wenn es im Osten entstehen würde, etwa sieben bis zehn Jahre später beendet wäre, unter anderem, weil im östlichen Bereich Gebäude stehen, die abgerissen werden müssten. Das wiederum würde Mehrkosten verursachen. Die Entscheidung darüber, ob die Bagger im Westen oder im Osten des Uniklinikums anrollen, kann Stadtbergen ohnehin nicht treffen. Hier besteht die Sorge, dass die Anwohner im Virchow-Viertel während der Bauphase von Baufahrzeugen und Baulärm belastet werden könnten. Außerdem rechnet Stadtbergen mit mehr Verkehr auch nach der Inbetriebnahme des neuen Uniklinikums. Und wo sollen all die Besucher, Mitarbeiter und Patienten parken? Diese Fragen gibt Stadtbergen in einer Stellungnahme zu den Plänen jetzt an die Stadt Augsburg weiter. Stadtbergen geht davon aus, dass mit dem Klinik-Neubau teilweise erheblich mehr auf den Straßen los sein wird. Das gilt vor allem für drei Knotenpunkte, die teilweise jetzt schon belastet sind. Dazu gehören die Kreuzung B300/Ulmer Landstraße am Obi-Baumarkt und die sogenannte Listle-Kreuzung an der Kriegshaberstraße/Hagenmähderstraße/B300. Hier müssten konkrete Handlungsempfehlungen zur Kompensation des wachsenden Verkehrs, oder sogar eine Verbesserung der Situation erarbeitet werden, hieß es aus Stadtbergen. Auch fehle eine genaue Einstufung des zu erwartenden Verkehrs an der Kreuzung Ulmer Landstraße/ Virchowstraße, wo in Relation erheblich mehr Autos unterwegs sein könnten. Stadtbergen hätte gern Angaben zum erwarteten Geräuschpegel, vor allem an dieser Kreuzung und im Bereich Flemingstraße, Ringeisenweg und Von-Behringen-Straße und Virchowstraße. Um zu vermeiden, dass die Wohnbereiche der Klinik-Nachbarn in Neusäß und Stadtbergen zugeparkt werden, soll aus Sicht der Stadt Stadtbergen der Stellplatzschlüssel des Uniklinikums überprüft werden, damit ausreichend Parkplätze rund um das Krankenhaus zur Verfügung stehen. […]“
Den gesamten Beitrag online lesen unter:
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/so-steht-stadtbergen-zum-neubau-des-uniklinikums-augsburg-114057492
Es bleibt festzustellen, dass die Bauleitplanung des Uniklinik-Neubaus viele zu klärende Fragen aufwirft. Über die Stellungnahme des BUND Naturschutz Bayern in Kooperation mit der breiten „Schutzgemeinschaft Augsburger Uniklinikpark“ (bestehend aus BUND Naturschutz Kreisgruppe Augsburg mit den Ortsgruppen Neusäß/Aystetten und Stadtbergen, Baum-Allianz Augsburg e.V., Naturschutzallianz Augsburg mit ihren zahlreichen Mitgliedsorganisationen, ÖDP KV Augsburg-Land, V-Partei³ Stadt und Landkreis Augsburg, SPD Neusäß sowie Anwohnern und Betroffenen aus den Kommunen Alt-Neusäß, Westheim, Steppach, Stadtbergen mit dem Virchow Quartier und der Augsburger Stadtteil Kriegshaber) werden wir alsbald in einer weiteren Aktuellen Meldung berichten!
Weitere Informationen seitens der Stadt Augsburg auf „Die Informationsplattform zu Neubauten und Spitzenmedizin am Universitätsklinikum Augsburg“ unter:
https://www.uk-augsburg.de/ueber-uns/bauprojekte/neubau-universitaetsklinikum
Und die Faktenlage seitens BUND Naturschutz Kreisgruppe Augsburg auf der Themenseite „Neubau Uniklinik“ unter:
https://augsburg.bund-naturschutz.de/uka