7.2.2026 (ca)
In der Augsburger Allgemeinen Zeitung standen in den vergangen Tagen mehrfach Themen rund um Baumpflanzungen im Stadtgebiet Augsburg im Fokus, so ein Bürgerbegehren der ÖDP und Alt-Augsburg-Gesellschaft zur Pflanzung neuer Bäume, die Baumbilanz der Stadt Augsburg und ihre Pläne zur Begrünung der Innenstadt. Zuletzt wurde im AZ-Beitrag „Stadt meldet kräftigen Zuwachs bei Bäumen“ (vom 5.2.2026, Ausgabe-Nr. 29, S. 26) wie folgt berichtet:
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„Die alljährliche Darstellung der Stadt, wie viele Bäume in einer Pflanzsaison gefällt und gepflanzt wurden, läuft im Umweltausschuss stets nach demselben Muster ab. Die schwarz-grüne Stadtregierung ist voll des (Eigen-)Lobes, von ÖDP und Augsburg in Bürgerhand kommt in der Regel Kritik: Es reiche nicht, so deren Tenor. Im jüngsten Umweltausschuss stellte Umweltreferent Reiner Erben (Grüne) neben einem Zwischenfazit für diese Pflanzsaison eine Gesamtbilanz für die vergangenen Jahre vor. Das Fazit: 988 zusätzliche Bäume seit November 2021. Erben hofft dadurch auch, einem Bürgerbegehren den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wie berichtet, sammeln Alt-Augsburg-Gesellschaft und ÖPD seit vergangener Woche Unterschriften, um bis 2030 rund 7000 zusätzliche Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen. Nötig machten dies der Klimawandel und die damit verbundene Aufheizung der Städte, sagte Mitinitiator Christian Pettinger (ÖDP). Erben erklärte nun, dass die in der Baumbilanz dargelegten Zahlen deutlich darstellten, welche Entwicklung Augsburg in den vergangenen Jahren genommen habe. An die 1000 neue Bäume (Obstbaumpflanzungen eingerechnet), 37 Planstellen für Baumpflege (2020 waren es 21) und deutlich mehr Geld. […] Dennoch gebe es auch in der diesjährigen Pflanzsaison einen Wermutstropfen, fuhr Pettinger fort. So bestehe ein deutliches Defizit bei Bäumen in Grünanlagen und am Straßenrand. Tatsächlich wurden laut Zwischenbilanz 141 mehr Bäume gefällt als nachgepflanzt. […]“
Ergänzend zu den AZ-Berichterstattungen gab es auch Leserbriefe, insbesondere aus den Reihen unserer Naturschutzallianz Augsburg:
Zum AZ-Artikel „20 neue Bäume für die Innenstadt“vom 29. Januar kommentierte Georg Stiegel: „Das Pflanzen von Bäumen ist grundsätzlich eine gute Sache. Das Geld für die von der Stadt geplanten insgesamt 70 neuen Bäume ist meiner Meinung nach falsch investiert, das Vorhaben reiner Aktionismus. Zur Reduzierung der Aufheizung der Innenstädte im Sommer ist es viel wichtiger, möglichst viele gepflasterte und geteerte Flächen zu entsiegeln und darauf kostengünstige einheimische Bäume wie beispielsweise Eiche, Ahorn, Ulme, Salweide oder Espe zu pflanzen. […]“
Und zum AZ-Artikel „7000 Bäume und ein Tramring gefordert“vom 30. Januar merkte Dr. Dietmar Kuhlmann an: „Die Initiative für 7000 neue Stadtbäume ist grundsätzlich sehr zu begrüßen. Jeder Baum zählt. Eine feste Zahl an Neupflanzungen allein greift jedoch zu kurz, wenn gleichzeitig gesunde, gewachsene Bäume in Augsburg verschwinden, wie z.B. aktuell durch Baumfällungen am Klinikpark (AZ vom 22.1.). Auch eine mögliche Bebauung des Klinikparks für den Neubau der Uniklinik (AZ vom 9.1.) würde den Verlust von über 1300 Bäumen bedeuten, obwohl es einen alternativen Standort gäbe. […]“
Bild: Uniklinikpark im Frühsommer 2025